TELL ME WHERE HOME IS 


Was mich bewohnt

Home is not a place for me. It is a way of relating to things as they change. I was born into shifting ground.
Certainties always struck me as temporary arrangements. Uncertainty and possibility seem to live in the same place.
Tension has long been a material in my work. Not as a problem to solve, but as a condition to inhabit.
I have become attached to the stretch between opposing forces. It keeps me attentive.

It seems counterintuitive to pitch a tent on a sphere. The sphere may roll away. The tent can only be attached to
what is here, anyway. To build something, however, is a way of relating to the future.

A starting block might seem like a solid platform, yet it is also a place of uncertainty.
Hope, fear, hesitation and desire accumulate there. It is a place of acute presence.
We do not all start from the same place.The ground beneath us is not equally stable. Uncertainty remains.
The body moves anyway...





DIE NEUE REPUBLIK 


Interview mit der Heinrich Böll Stiftung und einem Porträt von Christian Werner 


Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, wie in unserer vielfältigen Gesellschaft neuer Gemeinsinn entstehen kann
und wie wir gemeinsam wieder eine positive, tragfähige Vorstellung von Zusammenleben entwickeln können um uns unserer gemeinsamen freiheitlichen Werte wieder bewußter werden.


1. Was machen Sie?


Ich bin Bildhauerin und entwerfe Werkzeuge.
Bestehende baue ich um, erweitere ihren Wirkungskreis, lasse sie in neue
Verbindungen treten – und wenn keines greift, erfinde ich ein neues.
Werkzeuge legen Verantwortung in unsere Hände. Sie können aufbauen und
einreißen, heilen oder verletzen, unterdrücken oder befreien.
Wie wir sie einsetzen, liegt bei uns.


2. Was ist Ihnen wichtig im Leben?

In Zeiten krasser Polarisierung möchte ich nicht abstumpfen.
Und möchte nicht aus der Sucht nach Gewissheit bei vereinfachten Antworten
landen.
Wie können wir in Widersprüchen bei uns bleiben, aneinander wachsen – ohne
einander zu canceln und auszuschließen?
Ambivalenz ist für mich ein wichtiges Werkzeug. Sie zwingt uns, genauer
hinzusehen. Sie unterbricht die Reflexe und öffnet Räume für gemeinsames
Gestalten – Räume, in denen Nähe möglich ist, ohne dass wir uns einig sein
müssen.

3. Was verbinden Sie mit Deutschland?


Ich denke an Grau, Waldgrün – und leider auch an Braun.
An eine Geschichte, die nicht erledigt ist,
sondern immer wieder angeschaut und ausgehalten werden muss
– gerade dort, wo sie unbequem ist.
Ich denke an unsere Sprache – dieses spröde, präzise Werkzeug,
das den Blick für Nuancen schärft
und zeigt, wie schnell Worte zu Handeln werden.
Wie sprechen wir miteinander?
Wie widersprechen wir, ohne einander die Menschlichkeit zu entziehen?
Das ständige Aushandeln verschiedener Prinzipien –
Demokratie als lebendiger Raum
für Lebensentwürfe, die grundverschieden,
widersprüchlich und im besten Fall bereichernd sind.


Mehr zu dem Projekt, könnt ihr hier lesen






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